VARIO-HAUS-Holzbauten von LP Staving
Die Firma LP staving s.r.o. wurde am 7.9.2011 zum alleinigen Vertreter des österreichischen Holzbauherstellers VARIO-BAU Fertighaus GmbH für die Tschechische Republik.

Das Wort „Isolierung" ist Im modernen Bauwesen bereits ein gängiger Begriff. Für den „Normalverbraucher" verbindet sich „Isolierung" jedoch vor allem mit der Rekonstruktion und dem besseren Wärmeschutz älterer Bauwerke. Dies ist jedoch eine unvollständige Sichtweise. Denn auch eine große Zahl von Neubauten wird heute mit isolierenden Sandwichmänteln geplant und umgesetzt. Dieser Artikel führt am Beispiel von polystyrolbasierten Kontaktisolierungssystemen (ETICS) die wichtigsten Gründe für eine Gebäudeisolierung vor Augen.
Jeder Investor begrüßt die Möglichkeit, selbst über die Eigenschaften eines Gebäudes zu entscheiden, insbesondere über die der Wände und Verkleidungen. Dabei geht es vor allem um den Grad der Wärmeisolierung, der Festigkeit und Tragfähigkeit von Wänden, der akustischen Parameter u.Ä. Bei Verwendung isolierender Sandwichplatten obliegt diese Wahl allein dem Investor, der in Zusammenarbeit mit dem Planer über die Isolationsparameter der Wände und damit über die künftigen Betriebskosten des Gebäudes entscheidet. Die Wahlmöglichkeiten bezüglich der Isolationseigenschaften von Wänden sind praktisch unbegrenzt, wobei die Stärke der Wärmeisolierung heute meist 10, 15 oder 20 cm beträgt.
(am Übergang zwischen Wand und Fundament, Mörtelfugen, bearbeiteten Ziegeln u. Ä.)
Ein zweites wichtiges Argument für die Isolierung von Wänden ist die fast vollständige Beseitigung von Wärmebrücken. Wärmebrücken von unterschiedlicher Größe entstehen bei einschichtigen Konstruktionen zumeist im Übergangsbereich zwischen Wand und Boden bzw. Fundament, an Tür- und Fensterstürzen, Ringankern, an Nachmauerungen breiterer Mörtelfugen, Nachmauerungen am Dachstuhl etc.
Hierbei handelt es sich scheinbar um eine Kleinigkeit, die jedoch häufig unterschätzt wird und die bei einschichtigen Wänden ohne Sockelisolierung sehr schwer zu lösen ist. Bei einem klassisch mit Kalkzement verputzten oder verkleideten Sockel ist es schwierig, die Hydroisolierung so abzuschließen, dass sie einen vollständigen Schutz vor Feuchtigkeit bietet. Bei der üblichen Verkleidung mit Keramikfliesen steigt die Feuchtigkeit einschließlich der in ihr gelösten Salze oft bis zu einem Meter hoch (über der Verkleidung) und verursacht dann den bekannten Mauerfraß, der das Mauerwerk zerstört.
In der heutigen Zeit wird oft ein sehr schnelles Bauen gefordert. Bei solchen schnell errichteten Gebäuden ist zu beobachten, dass sich ein Großteil der Reklamationen auf Risse im Putz bezieht. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen: die Verwendung übermäßig feuchter Baustoffe, eine Verringerung der Festigkeit des Mauerwerks infolge nicht gemörtelter Verbindungsfugen, eine Verformung des Gebäudes, eine zu dünne Putzschicht u. Ä.
Dieses Argument ist für viele Laien überraschend, denn auf den ersten Blick scheint es, dass in einer mit Polystyrol isolierten Wand mehr Feuchtigkeit kondensiert als in einer unisolierten Wand. Diesmal nehmen wir ein Berechnungsprogramm zuhilfe und versuchen die nachfolgend angeführten Wandzusammensetzungen unter dem Aspekt der Kondensfeuchtigkeit zu vergleichen:
In der geltenden bauthermischen Norm ČSN 73 0540-2 werden keine konkreten Anforderungen an die Höhe der Wärmeakkumulation an den Außenwänden gestellt. Für Gebäude mit leichten Außenwänden wird jedoch ein niedrigerer Wärmedurchgangskoeffizient gefordert als bei massiven Wänden.
Aus dem Temperaturverlauf der isolierten und nicht isolierten Wandkonstruktionen geht hervor, dass eine einschichtige Konstruktion in dem Teil, in dem Feuchtigkeit kondensiert, auch von Frost beansprucht wird, s. Abb. 6. Im Unterschied dazu ist bei einer isolierten Wand der gesamte Ziegelteil vor Frost geschützt, der im Winter von Frost durchdrungene Bereich befindet sich innerhalb der Isolation, s. Abb. 7.
Der letzte Grund für die häufige Verwendung wärmeisolierter Wände ist ihre finanzielle Rentabilität. Zur Veranschaulichung führen wir einen Vergleich der Parameter eines einschichtigen und eines geschichteten Mauerwerks an, welcher von der Firma CSI, a.s. Prag [7] im Rahmen der Publikation "Senkung des Energiebedarfs von Gebäuden" (Snižování energetické náročnosti staveb) erstellt wurde .
Aus dem angeführten Preisvergleich geht hervor, dass die isolierte Wandkonstruktion nicht teurer ist als eine einschichtige Wand, im Gegenteil - es können sogar einige Kronen eingespart werden. Unter wirtschaftlichem Aspekt wie auch unter dem Aspekt der Sicherheit (z.B. der Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden) ist der aus der Wandisolierung resultierende Effekt bei einer stärkeren Isolationsschicht größer. Umgekehrt besteht bei einer geringen Stärke - etwa von 5 cm oder weniger - aufgrund der schlechteren Bilanz der Kondensfeuchtigkeit in der Wand nur ein geringer, wenn nicht gar negativer Effekt. Fassen wir alle angeführten Argumente zusammen, so ist damit zu rechnen, dass isolierte, geschichtete Wände bei Gebäuden immer häufiger Anwendung finden werden.
Literatura a zdroje:
[1] Svoboda, Zbyněk: Tepelně technické posouzení – vybrané skladby zděných konstrukcí, posouzení z hlediska požadavků ČSN 730540-2, zpracováno IV/2006 pro objednatele Rigips, s.r.o.
[2] Dudák, Marek: KMB SENDWIX - kouzlo tepelné akumulace, Stavebnictví a interiér č. 4/2006, str. 18.
[3] Řehánek, J.: Tepelná akumulace budov, ČKAIT, Praha 2002.
[4] Kučera, P.: Tepelný odpor a tepelná jímavost cihelného zdiva, příspěvek ve sborníku z celostátní odborné konference Zděné objekty v Hradci Králové, 23. - 24. května 2006, str. 21, vydal René Růžička - Stavokonzult, 2006.
[5] Hejhálek, J.: Setrvačnost vnitřní povrchové teploty obvodových konstrukcí, Stavebnictví a interiér 2/2001, str. 56.
[6] Hejhálek, J.: NEOPOR. Nová generace tepelné izolace, , Stavebnictví a interiér 9/2005, str. 42.
[7] Šafránek, J.: Izolační praxe 6 - Snižování energetické náročnosti staveb, vydalo Sdružení EPS